| Raul Gschrey | ||
| Contemporary Closed Circuits: Subversive Dialoge | ||
| www.gschrey.org | ||
Geboren in Frankfurt 1981. Studiert Anglistik und Kunstpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt. Organisiert und konzipiert Ausstellungen, Lesungen und Konzerte im Rhein-Main Gebiet. Mitgliedschaften: pro-these, spez.Lab & projektionsareal (Künstlergruppen), Assoziativmitglied: LX5 – European Cultural Capital Luxemburg, wb-jung – Deutscher Werkbund Hessen. Schwerpunkt meiner Installationen, Objekte und Aktionen ist der Umgang mit Erinnerung und dokumentarischem Material. Bei Ausstellungen entstehen durch die Variation des Grundmaterials immer neue Erfahrungen, die Arbeiten werden ständig neu geschaffen und rezipiert und der Betrachter kann durch Interaktionsmöglichkeiten selbst zum gestaltenden Teil der Arbeit werden.
03/2009 Phantomgesichter – Schaufenster
der FH Potsdam
Visuelle Überwachung im öffentlichen Raum hat in den letzten Jahren stark zugenommen und ist in den Innenstädten Europas zu einer allgegenwärtigen Erscheinung geworden. Doch wie verändert die Präsenz des alles sehenden Auges das Verhalten des beobachteten Objekts, wird ein Sicherheitsbedürfnis erfüllt, oder entsteht das unbestimmte Gefühl der ungewollten Beobachtung? www.pro-these.com/cctv
Die Closed Circuit Installation macht innere Vorgänge nach Außen sichtbar. Zwei Überwachungskameras nehmen Details aus dem Inneren eines Videorekorders auf und übertragen die Ausschnitte auf zwei Bildschirme. Ein dritter Bildschirm zeigt die komplette Installation. Dieses Bild, das ebenfalls mit einer Überwachungskamera aufgenommen wird, wird simultan auf dem Videoband gespeichert. Es besteht eine Gleichzeitigkeit des Zeigens und Aufnehmens, des Innen und Außen. Durch die Dokumentation des Aufnahmevorgangs wird auch implizit die Frage nach der Datenspeicherung im Kontext der Überwachung gestellt. Was passiert mit den Bildern, die an so vielen Orten aufgenommen werden und wie können diese Datenmengen jemals gesichtet und gespeichert werden?
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