Ximena Aburto Felis
Ausländeramt, Einkanal Videoinstallation, 20’, 2007.

 

Die Videoinstallation zeigt die Schlange vor dem Ausländeramt Frankfurts, einem Ort, der wie kein anderer mit dem Schicksal vieler Einwanderer verknüpft ist. Jeden Tag, schon vor Sonnenaufgang, versammeln sich dort Menschen um sich anzustellen. Sobald das Amt öffnet, verschwindet die Menschenmenge. Der distanzierte Blick der Kamera dokumentiert und überwacht anteilslos das Geschehen, vereinzelt provoziert sie Reaktionen, die jedoch gehemmt bleiben. Ihre Beobachtung aus dem parkenden Auto heraus ist halb öffentlich und bleibt doch bedrohlich anonym.

 

   
Ausländeramt, Einkanal Videoinstallation, 20’, 2007.
     
   
 
 
Ximena Aburto Felis (*1978 in Chile) studierte in Chile und Deutschland. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Ihre Videos und Installationen thematisieren die Auseinandersetzung mit ihrer persönlichen Wirklichkeit und Selbstwahrnehmung und ihrer (Migrations-)Geschichte. Sie beschäftigt sich mit menschlichen Bewusstseinsphänomenen, bearbeitet fiktive aber auch reale Handlungen und Erinnerungen als wahre Begebenheiten. Oft nutzt sie ihren Körper als Material für performativ-erzählende Arbeiten.
 
 
 
     
     
   
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