<ffmap>
Webbasiertes Mapping der Stadt Frankfurt, 2005-2008. [www.pro-these.com/ffmap]
 
  Web based mapping of the city of Frankfurt, 2005-2008. [www.pro-these.com/ffmap]  
     
 
 
     
 

ffmap ist ein persönliches Mapping der Stadt Frankfurt und der Aktionen, die zum Thema in Frankfurt durchgeführt wurden. Zusätzlich bieten Links auf Verkehrsüberwachungskameras wenig charmante Einblicke in den Stadtraum. Die Karte bietet als Navigationsalternative einen intuitiven Zugang zu dem künstlerischen Projekt „Contemporary Closed Circuits – Subversive Dialoge“.

Ffmap is a personal mapping of the city of Frankfurt. It includes references to the projects that were carried out in public space. Traffic surveillance cameras offer real-time views into the cityscape. The map is an alternative, intuitional navigation to the project „Contemporary Closed Circuits – Subversive Dialogues“.

 
     
     
 

<trophäen>
Überwachungskameras, Trophäenbretter, 2008

<trophies>
Surveillance cameras, trophy-boards, dimensions varable, 2008


Auf Trophäenschildern, wie sie in der Präsentation von Jagderfolgen üblich sind, werden Überwachungskameras aus dem öffentlichen Raum präsentiert. Die Kameras und die offensichtlichen Gebrauchsspuren erzählen Geschichten von deren jahrelangem Einsatz und wecken Assoziationen über die Bilder, die das „Auge“ wohl über die lange Zeit hinweg gesehen hat.

Die Überwachungskamera, die ehemals als Kontrollinstrument eingesetzt war und ihrerseits die Menschen beobachtete, ist ihrer Funktion beraubt und wird als Hülle, einer Trophäe ähnlich, ausgestellt. Damit verschieben sich der Blick und die Machtverhältnisse zwischen Beobachtetem und Beobachter. Es sind die Besucher, die sich die Kamera, wie ein Bild an der Wand hängend, betrachten.

Surveillance cameras that were formally installed in the public space are fixed on wooden trophy-boards as they are used in the display of hunting successes. The used look of the cameras initiates mental images of the stories of their usage and of the scenes that the camera might have kept an eye on, during the time of its operation.

The surveillance camera that was once used as an instrument of control and was itself ‘looking’ at people has lost its function and is displayed like an empty case, in the fashion of a trophy. The power regimes of the gaze between observer and observed are thus subverted. It is now the spectators who look at the camera like a picture fixed to the wall.

 
     
     
   
 

 

<camouflage>
Fotoserie, 2004

Die Photoserie lehnt sich an das Thema Überwachung und Gegenüberwachung an. So findet auf größeren Demonstrationen eine systematische Überwachung der Demonstranten mit Überwachungswagen und Kleinkameras durch die Polizei statt. Es gibt „Polizeifotografen“, die zum Teil als Presse getarnt, Bilder schießen. Hier präsentiert sich die Kamera als Waffe, die zum Teil von Menschen in voller Kampfmontur geführt wird. Ich habe versucht diesen Blicken mit Gegenblicken zu begegnen.

Doch auch auf der Seite der Demonstranten spielt der Einsatz von Photo- und Videokameras eine wichtige Rolle. Allein schon die Existenz einer Kamera kann im Moment einer Eskalation ein wenig Ruhe in die Reihen der Polizei bringen, die Kamera wird zum Dokumentationswerkzeug, das als Warnung gegenüber der Staatsmacht dienen kann.

 

<U4>
Video, 2005

Das Video <U4> zeigt eine junge Frau, die spät abends in eine U-Bahn Station läuft um die letzte Bahn zu erreichen. Angekommen empfängt sie ein leerer, ruhiger Bahnsteig, eine unheimliche Stimmung. Als einziger Bezugspunkt bleibt ihr die Überwachungskamera, die Frage nach der eigenen Angst, die Sicherheit durch Überwachung?

Im Video werden Szenen auf dem Bahnsteig Sequenzen aus der Perspektive der Bahnsteigüberwachung gegenübergestellt. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit Katharina Paech und Brian Uzna und mit Hilfe der VGF.

 

<mmk033>
Video, 2006

<mmk033> ist von der Ausstellung "Spinnwebzeiten" im Museum für Moderne Kunst Frankfurt inspiriert. Ein alltäglicher Gegenstand wird durch eine Beschreibung in ebay und den Ankauf durch ein Museum in den Rang eines Kunstwerkes erhoben. Durch diese Umwertung wird dieser zum erstrebenswerten Objekt der Begierde. Der "Kunstraub" führt den Gegenstand letztendlich zurück auf den weltweiten online Marktplatz. So erfährt der Artikel Nummer 241132 eine erneute Umwertung.

In dem Video spielen Bilder von Überwachungskameras eine erzählerische Bedeutung, sie dokumentieren den Weg des Protagonisten. Die Wirkung des Museums als überwachter Raum wird durch das allgegenwärtige Museumspersonal verstärkt. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit Katharina Peach und Raised Down und mit Hilfe des Museums für Moderne Kunst Frankfurt.

 
       
       
 

<schliessfach>
Videoinstallation, 2006

Drei Überwachungsmonitore stehen in einem quadratischen Schließfach. Zwei der Monitore zeigen Szenen, die auf dem Frankfurter Hauptbahnhof aus Schließfächern heraus aufgenommen wurden. Ein Monitor ist an eine Überwachungskamera angeschlossen, die live Blicke aus dem Schließfach heraus, und damit auch die Ausstellungsbesucher zeigt

 
 

 

 
 

Das Schließfach als konspirativer Ort hat, trotz des vehementen Einsatzes der Filmindustrie, ausgedient, denn auch dieser Ort wird überwacht, was die heimliche Übergabe von Dingen unmöglich macht. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Umkehrung des Blickes von außen nach innen und damit einer Gegenbeobachtung.

Im Rahmen des Projektes <transaktion 1554> wurden Materialien zwischen Studenten der Akademie der bildenden Künste Stuttgart und Studenten der Kunstpädagogik Frankfurt ausgetauscht um daraus eine Ausstellung zu gestalten. Als konspirativer Ort diente ein Schließfach am Frankfurter Hauptbahnhof.

 
     
     
 

 

 
  CCTV-home  
 

––––CCTV––––Contemporary Closed Circuits––––Künstlerische Arbeiten zum Thema Überwachung––––Raul Gschrey––––