Sonja Toepfer
*1961, lebt in Wiesbaden
www.kinostrasse.de
 
 
 
 

Sonja Toepfer war ursprünglich Kinofrau und Leiterin von Seminaren und Workshops mit eigenem Lehrkonzept für die Erwachsenenbildung. Seit 2005 produziert sie Impulsfilme zu gesellschaftsrelevanten Themen und entwickelt immer mehr eine eigene Filmsprache – Eigentlich dokumentarische Filme, die ihren Protagonisten im Vorübergehen für einen kurzen Augenblick festhalten, ihren Suchbewegungen, Hoffnungen und Ängsten überraschend visuelle Bilder und einfühlsame Töne geben. Sie richtet ihr künstlerisches Augenmerk auf das Sujet der Videoinstallation und lotet seit einem Jahr mit sterbenden in Hospizen die Befindlichkeiten zum Thema Tod aus.

05/2005 Nacht der Kirchen - „ewigheld“, Aschaffenburg
11/2005 ZDF - Netzwerk Recherche - „10 Jahre medienkritischer Journalismus im ZDF“ Mainz
10/2006 EKHD - Kurzfilm „KONTEXT ARMUT“, Frankfurt
12/2006 und 2007 Adventskalender mit 24 Kunstfilmen, Zürich
09/2007 Tag der Frauen - Filmkunstcollage „aufumdurch“ Limburg
09/2008 Westendkuratorium - „Eine Filmcollage und 11 Vitrinen“, Wiesbaden

 
     
 

 

 
 

MEMORIAL VOICES - Spurensuche nach dem „Von-Der-Welt-Gehen“ des Menschen.
Videoinstallation, 2008

MEMORIAL VOICES macht das Sprechen über das Sterben inhaltlich und medial öffentlich. Diese Installation grenzt sich von bekannten Videoinstallationen z.B. in Museen dadurch ab, dass sie aufgrund der Foyerkonzeption und der geschickten Platzierung auch dem nur vorübergehenden Betrachter ein "Innehalten im Vorübergehen" ermöglicht. Sie entfaltet auf neue Weise das Menschheitsrätsel, welches um den Beginn und das Ende des Lebens kreist, und zieht mit einer eindringlichen Seh- und Hörerfahrung in ihren Bann.
Die Installation MEMORIAL VOICES wird in einem eigenen 40Zoll Flachbildschirm angeliefert und ist als digitales Plakat der „Spurensuche nach dem von-der-Welt-gehen" angelegt. Bild: „Metaphorisches Puppen- und Straßenspiel.“ Länge: 65 Minuten. 7 Gesprächseinheiten. 7 Stimmen von Sterbenden bzw. Todkranken. Offene Hör- und Erlebniskonzeption, d.h. man kann zu jeder Zeit in die Rezeption einsteigen.
Die meisten Gespräche sind durch die tatkräftige Zusammenarbeit mit der Wiesbadener Hospizgesellschaft, ein Teil auch durch die evangelische Palliativstation, Frankfurt ermöglicht worden. Hardware und Technik wird freundlicherweise durch Humax Digital GmbH, Oberursel, bereitgehalten.