Bernd Metz
*1979 in Rheinland-Pfalz
www.bmetz.de
 
 
 
 

Studiert seit 2004 Kunstpädagogik und Kulturanthropologie/europäische Ethnologie an der J.W. Goethe Universität in Frankfurt. Seine künstlerische Auseinandersetzung beleuchtet Zusammenhänge gesellschaftlicher Erscheinungen und hinterfragt die Wahrnehmungsmuster sozialer Konstruktionen und Phänomene. Diese Überlegungen finden ihre Umsetzung vorwiegend in Rauminstallationen, Plastiken, aber auch Fotografien.

Ausgewählte Ausstellungsbeteiligungen:
02/2006 "Licht", J.W. Goethe Universität Frankfurt
04/2006 Luminale 06, Frankfurt
09/2006 "Um die 30" Galerie Handwerk, Koblenz
02/2007 Abschlussausstellung, Hauptklasse Jochen Fischer, J.W. Goethe-Universität
03/2007 Container/Contenedor, Historisches Museum / Artbox, Frankfurt
09/2007 arrivals & departures, Campus Westend der J.W.Goethe-Universität Frankfurt


Rekonstruktionen
Projektion, Installation, 2008

Drei Diaprojektoren projizieren verschiedene Fotografien auf die gleiche Fläche. Die ausgewählten Bilder überlappen einander in ständigem Wechsel. Sie überblenden und löschen, ergänzen und verstärken sich. Im vorlaufenden Wechsel entstehen neue Collagen aus den fragmentarisch erkennbaren Bildern. Die Überblendungen und Schnittstellen deuten auf die Konstruktion aus verschiedenen Quellen hin, Diapositive zusammengetragen auf verschiedenen Reisen.
Sie zeigen Szenen aus verschiedenen Lebenswelten fremder Menschen. Erinnerungsstücke an Reisen, Abbildungen der Liebsten, gesellige Runden mit Freunden und persönliche Erlebnisse. Allesamt Kostbarkeiten der Besitzer für das Schwelgen in Erinnerungen. Als Dokumente Ihrer Zeit zeigen sie vergangene Szenen die der Betrachter nicht miterlebt hat. Durch die Ähnlichkeiten in Komposition und Gehalt bringen sie allerdings unweigerlich eigenen Erinnerungsbilder auf und rufen so persönliche Assoziationen hervor. So wird der voyeuristische Zuschauer zum Teil der Installation; seine Identifikation verschiebt die Grenze zwischen Betrachter und Betrachtetem. Durch die überlappende Darstellung entstehen zusätzlich neue Gedankenräume. Dabei ist schon das Medium des Diapositivs ein Indiz für Erinnerung und somit für subjektive Wirklichkeitskonstruktion.