Studiert seit 2004
Kunstpädagogik und Kulturanthropologie/europäische
Ethnologie an der J.W. Goethe Universität in Frankfurt. Seine künstlerische
Auseinandersetzung beleuchtet Zusammenhänge gesellschaftlicher Erscheinungen
und hinterfragt die Wahrnehmungsmuster sozialer Konstruktionen und Phänomene.
Diese Überlegungen finden ihre Umsetzung vorwiegend in Rauminstallationen,
Plastiken, aber auch Fotografien.
Ausgewählte
Ausstellungsbeteiligungen:
02/2006 "Licht", J.W. Goethe Universität Frankfurt
04/2006 Luminale 06, Frankfurt
09/2006 "Um die 30" Galerie Handwerk, Koblenz
02/2007 Abschlussausstellung, Hauptklasse Jochen Fischer, J.W. Goethe-Universität
03/2007 Container/Contenedor, Historisches Museum / Artbox, Frankfurt
09/2007 arrivals & departures, Campus Westend der J.W.Goethe-Universität
Frankfurt
Rekonstruktionen
Projektion, Installation, 2008
Drei Diaprojektoren
projizieren verschiedene Fotografien auf die gleiche Fläche. Die ausgewählten Bilder überlappen einander in
ständigem Wechsel. Sie überblenden und löschen, ergänzen
und verstärken sich. Im vorlaufenden Wechsel entstehen neue Collagen
aus den fragmentarisch erkennbaren Bildern. Die Überblendungen und
Schnittstellen deuten auf die Konstruktion aus verschiedenen Quellen
hin, Diapositive zusammengetragen auf verschiedenen Reisen.
Sie zeigen Szenen aus verschiedenen Lebenswelten fremder Menschen. Erinnerungsstücke
an Reisen, Abbildungen der Liebsten, gesellige Runden mit Freunden und
persönliche Erlebnisse. Allesamt Kostbarkeiten der Besitzer für
das Schwelgen in Erinnerungen. Als Dokumente Ihrer Zeit zeigen sie vergangene
Szenen die der Betrachter nicht miterlebt hat. Durch die Ähnlichkeiten
in Komposition und Gehalt bringen sie allerdings unweigerlich eigenen
Erinnerungsbilder auf und rufen so persönliche Assoziationen hervor.
So wird der voyeuristische Zuschauer zum Teil der Installation; seine
Identifikation verschiebt die Grenze zwischen Betrachter und Betrachtetem.
Durch die überlappende Darstellung entstehen zusätzlich neue
Gedankenräume. Dabei ist schon das Medium des Diapositivs ein Indiz
für Erinnerung und somit für subjektive Wirklichkeitskonstruktion.