Ximena Aburto Felis
*1978 in Chile
 
 
 
 

1997-2001 Studium der Bildenden Künste Universidad de Chile. Seit 2004 Studium der Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Romanistik an der J. W. Goethe Universität Frankfurt.

Was meine Arbeiten verbindet ist die Auseinandersetzung mit der persönlichen Wirklichkeit und Selbstwahrnehmung. Eigene Erfahrungen, verwoben mit fiktiven Elementen, bilden das Material meiner Installationen. Ich beschäftige mich mit menschlichen Bewusstseinsphänomenen, bearbeite fiktive aber auch echte Handlungen und Erinnerungen als wahre Begebenheiten. Am häufigsten arbeite ich mit dem Medium Video. Am Kamerablick interessiert mich das hinter der scheinbar unbewegten Oberfläche Verborgene, Grausame, das unsichtbar bleibt, dessen Spuren ich aber verfolge. Oft wird das Ergebnis im Fernseher ausgestellt, dessen universale Allgegenwart in den kulturell unterschiedlichsten Kontexten einen zentralen Stellenwert meiner Arbeit einnimmt.

Ausgewählte Ausstellungsbeteiligungen:
1995 Octagon Center for the Arts. Ames, USA
2000-2001 Absolventenausstellungen an der Universidad de Chile, Santiago de Chile
11/2005 frankfurt...stuttgart...montevideo - Academia de Bellas Artes, Montevideo/Uruguay
11/2006 visionale 06 - Hessisches Jugend-Medien-Festival
03/2007 Container/Contenedor - Historisches Museum Frankfurt
05/2008 Luminale 2008 – sankt peter, Frankfurt

 
     
 
TV-Table
3-Kanal Videoinstallation, Ton, 2006

Das täglich Brot einer Kleinfamilie, TV-Dinner. Eine Alltagssituation. Ein gedeckter Tisch, drei Plätze. Statt Suppenschüsseln drei Fernseher, deren Bild nach oben weist. Sie stammen aus den 1970er Jahren und rufen wie die Stühle und die Tischdecke Erinnerungen an die Vergangenheit hervor. In den Fernsehern laufen in schneller Schnittfolge Nachrichten der 1980er Jahre. Die Künstlerin greift Erinnerungen an die eigene Kindheit auf und verbindet sie spielerisch mit Zitaten aus der Geschichte der Videokunst (Nam Jun Paik, Pipilotti Rist).