Begegnungen und Abschiede - Ausstellung zum palliativmedizinischen Kongress
Identitäten im Wandel – 25 Jahre Palliativmedizin in Deutschland
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin,
25.-27. September 2008 in den Rhein-Main-Hallen Wiesbaden, Rheinstrasse 20

 
     
 
 
 
Die Ausstellung in den Messehallen greift den Begegnungsgedanken des Kongresses auf, die künstlerischen Arbeiten bilden Inseln im Konferenzalltag, die zum Innehalten, zu Begegnungen und Perspektivwechseln einladen. Inhaltlich verorten sich die künstlerischen Arbeiten im Feld zwischen Begegnungen und Abschieden im persönlichen Raum sich wandelnder Identitäten.
 
     
     
 
 
  Irina Zikuschka: „Oma“, Fotografien, 2008.  
     
 
Begegnungen und Abschiede begleiten uns in unserem Leben: von kurzen Treffen und Unterhaltungen über Bekanntschaften und Freundschaften, in denen Menschen eine Zeit des Lebens miteinander verbringen, bis hin zu Geburt und Sterben, die ebenfalls Situationen der Begegnung und des Abschieds sind. Während Begegnungen eine flüchtige Note tragen, sind es oft Abschiede, die über eine längere Zeit thematisiert und verarbeitet werden. Die zeitliche Dimension und die persönliche Natur schlagen sich in den zum Teil sehr persönlichen Arbeiten der jungen Künstler nieder.

Der Umgang mit Erinnerung und das Weitergeben von Erlebtem spielen vor allem im innerfamiliären Kontext eine Rolle. So führt die Untersuchung nach der Lebenswelt des anderen zu neuen Blicken auf eigene Gedanken und Erfahrungen. Der Wunsch liebe/nahe Menschen nicht zu verlieren, deren Präsenz zu konservieren, führt zu inszeniert-dokumentarischen Ansätzen. Einige Künstler werfen persönliche Blicke auf nahe Menschen, auf Erinnerungen und den Umgang mit Erinnerung, auf prägende Erlebnisse und Situationen, die sich an den Rand des Schmerzlichen herantasten.

Andere künstlerische Positionen fragen nach den Resten, den materiellen Überbleibseln eines Lebens, nach Dingen und persönlichen Dokumenten, die mit Erinnerungen aufgeladen sind. In Collagen erzählen diese Überbleibsel kleine Geschichten und eröffnen Einblicke in persönliche Lebenswelten.

Der Aufbau und die Auflösung, die Konstruktion und Dekonstruktion bilden einen weiteren Schwerpunkt der künstlerischen Arbeiten. Die zum Teil sehr formalen Arbeiten bedienen sich eines Medienwechsels, der zwischen Bild und Schrift, zwischen visueller und kognitiver Erfahrung oszilliert. Dies reicht bis zur Konstruktion von Begegnungsräumen und interaktiven Zonen, in denen die Betrachter in ungewohnte Formen der Kommunikation eintreten können.

Nicht zuletzt erhoffen wir uns Begegnungen im Rahmen der ohnehin interdisziplinär angelegten Plattform des Kongresses, die neue Kontakte begründen und Sichtweisen in die Kunst hinein und über die Kunst hinaus ermöglichen.

Presse:
Wiesbadener Kurier
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3431894
www.wiesbaden-kultur.de

     

Infos zu den Künstlern & Arbeiten:

Ximena Aburto Felis
Jan Gramm
Raul Gschrey
Bernd Metz
Margarete Rabow
Christian Rivas
Anja Winter
Irina Zikuschka

paraleel zeigt:
Sonja Töpfer

 

Kuratorische Leitung: